Jirka

Neugeborener vom Clan der Drachen

"Du glaubst, du kannst die Finsternis durch deine Gesten davon abhalten, dir zu schaden? Glaub mir, das tut sie nur deswegen nicht, weil sie sieht, dass du dir ihrer Macht bewusst bist. Aber du solltest es nicht so offensichtlich tun, dass du damit die Aufmerksamkeit ihrer Kinder auf dich ziehst, Sterblicher…wie dumm, dass du aus diesem Fehler nicht mehr wirst lernen können."
"Seid vorsichtig damit…ein Teil davon kann heilen, zwei bringen euch Visionen…und drei einen qualvollen Tod."
" Nur, weil ihr etwas nicht sehen, hören oder beherrschen könnt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht da ist…hinter euch"
 

Charakterbild Man sollte auf einen sehr flüchtigen Blick meinen, dass an Jirka nichts so auffällig ist: Ein junger Mann von vielleicht siebzehn oder achtzehn Jahren, von nicht außergewöhnlicher Größe und schmaler Gestalt, gekleidet für gewöhnlich in einfache Kleidung aus grobem, dunklem Stoff. Dunkles, dickes Haar fällt windzerzaust bis zur Hälfte seines Rückens, so es nicht zu einem Zopf geflochten ist und umrahmt ein sehr blasses Gesicht, das nicht wirklich außergewöhnlich wäre, wenn seine Augen nicht wären.

Die meisten Menschen machen das Zeichen gegen den bösen Blick, wenn sie die Gelegenheit bekommen, in seine Augen zu schauen, denn sie sind von zweierlei Farbe – eines so dunkel wie die Nacht, das andere von hellem frostgrau, so dass man oft nicht sagen kann, ob er einen anblickt oder durch einen hindurch schaut. Aber die Menschen fürchten bekanntlich - zu Recht oder Unrecht - , alles, was ihnen ungewöhnlich erscheint. Doch in der Tat liegt etwas lauerndes, unmenschliches, Boshaftes in seinen Augen, auch wenn sie mitunter einen staunenden oder neugierigen Ausdruck annehmen...vielleicht haben die Menschen nicht Unrecht, wenn sie ihn fürchten – auch wenn sie es aus den falschen Gründen tun.

So er sich beobachtet fühlt, bewegt er sich mit einer fast rituell anmutenden Feierlichkeit, ein wenig so wie ein Priester in einer Kirche, auch wenn das zu seinem Aussehen nicht wirklich passen mag, Wenn nicht, so ist sein Blick oft ins Leere gerichtet, als träume er mit offenen Augen…bisweilen wird die Finsternis an ihm von einer fast spürbaren Aura von Melancholie und Schmerz überdeckt.

Irgendetwas Seltsames scheint ihm anzuhaften, wie der feine Geruch nach Kräutern, von dem man auch nicht genau sagen kann, woher er kommt.




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